Wohnhaus T

- Neubau eines Einfamilienwohnhaus in Heidelberg

Baujahr 2006 -

 

Ein Grundstück am Stadtrand von Heidelberg in einem steilen engen Tal am Übergang der Rheinebene zum Odenwald, einfachste nachhaltige Bauweise und eine alternative Energieversorgung. Diese Grundsätze prägen den Entwurf des Wohnhauses.

Der Grundriss organisiert sich ähnlich einer Perlenkette. Die Räume sind mäandrierend aneinandergereiht. Den klassischen Flur mit sternförmig abgehenden Zimmern und zentralem Treppenhaus gibt es nicht. Das Haus will erschlossen werden. Jeder Raum hat seine eigene Charakteristik sowohl im Grundriss als auch im Schnitt.

Die Außenwände und die Dachdecke sind fünfzig Zentimeter dick monolithisch aus Isolationsbeton gegossen. Eine zusätzliche Wärmedämmung ist aufgrund der extremen Leichtigkeit des Baustoffes (985 kg/m³) nicht erforderlich. Das Material wurde bei diesem Bau in dieser Art zum ersten Mal eingesetzt. Alle Innenwände und Decken sind aus Normalbeton. Das Untergeschoss sowie die Küche im Erdgeschoss haben einen Boden aus Nutzestrich. Die Böden der Schlafzimmer und des Wohnraumes wurden aus Eichedielen klassisch gelagert. Die Oberflächen der Bauteile sind entweder roh belassen oder geölt. Eine Artifizierung der Beton-Oberflächen als „Sichtbeton“ wurde nicht angestrebt. Das Prinzip der einfachen Bauweise reduziert die Konstruktion auf das Wesentliche. Komplizierte Schichtenabfolgen und Verzicht auf Verbundmaterialien vermeidet Fehler und lässt am Ende des Lebenszyklus des Bauwerks einen Rückbau und Recycling mit geringem Aufwand erwarten.

Fotos: Uwe Bellm