Universitäts Bibliothek Heidelberg, Triplex - Gebäude

- Umbau und Sanierung 2009 – 2015 -

An zentraler Stelle ist in einer 6-jährigen Planungs- und Umbauphase aus dem alten Unibibliotheksgebäude und Teilflächen des im Norden anschließenden Triplex - Gebäudes einer der größten zusammenhängenden Gebäudeorganismen in der Heidelberger Altstadt entstanden.

Der Kontrast zwischen den beiden Gebäuden könnte kaum größer sein: Auf der einen Seite Späthistorismus von 1906, auf der anderen Seite ein Bau aus den 1970er Jahren in Sichtbeton mit minimaler Ornamentik.
Ein gemeinsames „Logbuch“ für beide Gebäude wurde geschaffen, um die divergierenden Gebäudecharaktere mit einem gemeinsamen Vokabular zu einer Einheit werden zu lassen.

Insgesamt sind die architektonischen Mittel des Umbaus bewusst zurückhaltend gewählt worden. Sie fördern die beiden Bestandsgebäude und bemühen bewusst keine Neuinterpretation. Bis zu einer erneuten Anpassung der Bauten an den Bibliotheksalltag in vielleicht 30, 40 Jahren, wurde versucht die Fähigkeiten der beiden Gebäude zusammenzubringen und eine neue Realität mit sinnlichen Qualitäten zu synthetisieren.

Das Triplexgebäude von 1969 ist ein typischer Vertreter seiner Zeit.
Die Eingänge und Treppenhäuser fielen für die intensive Nutzung sehr reduziert aus, lange, innenliegende und dunkle Erschließungs- und Nutzungszonen halfen wenig bei der Orientierung.
Früher beheimatete das Gebäude zwei Institute, die jeweils an den beiden Nord/Süd verlaufenden Gassen über mehrere Obergeschosse angeordnet waren. In der Mittelzone waren die Bibliotheksflächen gelegen.

Die Bestandsflächen des Triplex aus den 70er Jahren wurden neu geordnet. In den ehemaligen Institutsflächen an der Grabengasse liegen heute die Verwaltungsbereiche der Unibibliothek. Die großzügigen Binnenflächen mit dem Blick auf den Heiligenberg, nehmen den Großteil der ca. 1000 neu eingerichteten Lesearbeitsplätze auf. In den Dunkelzonen befinden sich die Regalreihen der Präsenzbibliothek.
Nach dem Umbau existiert ein breit gefächertes Angebot von Gruppenräumen, Carrels für Doktoranden und Einzelarbeitsplätzen mit unterschiedlichen Qualitäten und Raumcharakteren. Zentral gelegene Lesearbeitsplätze werden durch abgelegene in den Seitenarmen der Sandgasse ergänzt. In den belebten Bereichen und in den ruhigen Zonen werden unterschiedlichste Sitz- und Steharbeitsplätzen angeboten, die in ihrer Vielfalt den diversen Nutzeransprüchen entsprechen.

Fotos:
Stephan Baumann, Karlsruhe

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