Theater Stadt Heidelberg, Entwurf und LPH 1 bis 5: Waechter + Waechter Architekten LPH 6 bis 9: ap88 Architekten

 
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Bearbeitete Leistungsphasen 6 bis 9

Wettbewerb 2008, 1. Preis Waechter + Waechter Architekten, Darmstadt
Leistungsphasen 1 bis 5 Waechter + Waechter Architekten
Leistungsphasen 6 bis 9 ap88 Architekten


städtebau
Die große Kubatur der Theaterfunktionen verbirgt sich unter einer durchgehenden auf 8m
angehobenen steinernen Dachplatte. Diese Dachplatte fährt allseitig die Grundstückskanten nach und verbindet auf diese Weise die heterogene Gebäudesubstanz. Die Kuben für den Bühnenturm, Zuschauerraum und Musikprobenbereich durchstoßen die Dachplatte. So fügt sich die großvolumige Nutzung des Theaters sowohl im Straßenraum als auch in der Dachaufsicht harmonisch in das städtebauliche Gefüge und die Maßstäblichkeit der umgebenden Altstadt ein.

neubau
Die senkrechte, feingliedrige Fassadenstruktur aus hell eingefärbtem Sichtbeton-Fertigteilstützen nimmt vorhandene Proportionen auf und gibt den Altbauten ein zurückhaltendes, ruhiges Passepartout, so dass diese in ihrer Wirkung gesteigert werden. Die Fassadenstruktur ermöglicht eine natürliche Belichtung aller Bereiche; zugleich öffnet sich das Theater auf diese Weise schaufensterartig zum Straßenraum hin.

foyer
Das zweigeschossige Foyer des Neubaus ist räumlich großzügig mit Freitreppe und Lufträumen konzipiert und schließt höhengleich an Parkett und 1.Rang des Altbaus an. Auf der Galerieebene werden Flächen für die erweiterte Pausengastronomie angeboten. Wände und Decken werden in hell eingefärbten Sichtbeton hergestellt, Beleuchtung und haustechnische Installationen in den Decken integriert. Der Bodenbelag und die Oberflächen von Türen und Möbel sind in Eiche massiv oder Furnier hergestellt.

theatersaal
Aus der vorgeschlagenen Kombination der alten und neuen Bühnenbereiche ergibt sich eine untypische Seitenerschließung des neuen Theatersaals, aus der jedoch ein spezifisches und neuartiges Raumkonzept entwickelt wird. Die sich im Parkett ergebende keilförmige Treppenanlage ermöglicht eine flüssige Füllung und Leerung des Saales und eröffnet zugleich vielfältige neuartige Aktionsmöglichkeiten für Inszenierungen.

werkstätten
Um eine einfache Bestückung der Bühne, des Montageraums und des Magazins zu ermöglichen, liegen alle großen Werkstattbereiche (Malsaal, Deko- und Plastikerwerkstatt, Schreinerei, Schlosserei), die große Bauteile verarbeiten, höhengleich auf der Bühnenebene.

proberäume musik
Die öffentlich zugänglichen Musikproberäume sind auf der Höhe des 1. Rangs angeordnet. Die Proberäume für Chor und Orchester drücken sich mit größerer Raumhöhe durch die Dachplatte und sind über diese Aufbauten seitlich belichtet; die kleineren Musik- und Stimmzimmer sind entlang der Fassaden angeordnet.

theaterstraße 4
Im Erdgeschoss werden Garderobe und Theaterkasse angeordnet, durch großzügige Wandöffnung wird ein räumlicher Bezug zum neuen Foyer hergestellt. Die Obergeschosse werden für Kantine, Küche und Büroräume genutzt.

theaterstraße 6 – altes theater
Der Zuschauerbereich des historischen Theatersaals sowie das anschließende Foyer werden im Sinne des Denkmalschutzes restauriert und auf die ursprüngliche historische Höhe der 1920-er Jahre abgesenkt.

theaterstraße 8 und 10
Die Gebäude Theaterstrasse 8 und Theaterstrasse 10 werden im Inneren miteinander verbunden. Da diese sich gut für eine büroartige Nutzung eignen, ist hier die künstlerische Leitung adäquat angeordnet.

friedrichstraße 5
Der Altbau Friedrichstrasse 5 wird für Werkstattbereiche mit geringeren Raumhöhen wie Maskenbildnerei und Schneiderei genutzt.