Eichendorff-Forum Reihenhäuser und Gewerbebauten, Heidelberg 2002

 
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Programm:Neubau eines Quartiers für Wohnen und Arbeiten bestehend aus 58 Reihenhäusern, zwei Bürobauten mit 10.000qm Nutzfläche und einer Tiefgarage
Bauherr:Oliver + Ralf Weidenhammer GdbR + Fregalla Weidenhammer GdbR
Ort:Sickingenstraße/ Fabrikstraße, 69126 Heidelberg
Größe:Gesamtareal: 17.400qm
Wohnfläche Reihenhäuser: ca. 145qm (5,50m Typ), ca. 159qm (6,00m Typ)
Gewerbe: ca. 3.000qm (NF Turm), ca. 7.000qm (NF Westgebäude)
Tiefgarage: ca. 145 Stellplätze
Baujahr:2000 - 2002
Auszeichnung:Auszeichnung guter Bauten 2003

Auf der Fläche einer großen Industriebrache sollten nach dem Entwicklungsplan der Stadt Heidelberg eine kernstadtnah gelegene Zone für Wohnungsbau und ein Standort für zukunftssichere Arbeitsstätten entstehen. Das Eichendorff-Forum selbst befindet sich auf der Fläche eines ehemaligen Distributionszentrums einer Supermarktkette und besteht entsprechend der städtischen Leitidee aus Reihenhäusern und zwei große Bürobauten.

Die Bebauung der 58 Reihenhäuser verfügt über eine PKW freie, interne Erschließung. Am Kreuzungspunkt mit einem öffentlichen Weg liegt ein kleiner Quartiersplatz. Der ruhende Verkehr ist in der Tiefgarage unter dem gewerblichen genutzten „Westgebäude“ untergebracht. Die Reihenhäuser bestehen aus 5,50m und 6,00m breiten Typen und sind in einem modularen System aufgebaut. Für das Erd-, Ober- und Dachgeschoss wurden den Käufern jeweils eine Basisvariante und bis zu 3 verschiedene Alternativgrundrisse angeboten. Zusätzlich sind verschiedene Ausbaupakete im Inneren und Äußeren entwickelt worden, die jedes der erbauten Häuser zu einem Unikat machen.

Die freigestellte, querliegende Innentreppe erlaubt entlang der Längsschotten dem Licht ein ungehindertes wechselvolles Spiel zwischen der Eingangs- und der Gartenseite. Weiterhin flutet Licht über die Terrassentüren im Dachgeschoss über den Treppenraum bis ins Erdgeschoss.

In den beiden Gewerbebauten finden unterschiedliche Nutzungen Platz:
Der Turm, in städtebaulich markanter Position, besteht aus 8 Stockwerken. Im Erdgeschoss befinden sich Schulungsräume und in den Obergeschossen verschieden genutzte Büro- und Praxisflächen. Insgesamt umfasst das Gebäude ca. 3.000qm Nutzfläche.

Das Westgebäude in kammförmiger Struktur besteht aus einem 4-geschossigen Hauptgebäude und vier 3-geschossigen Querriegeln, mit ca. 7.000qm Büronutzung, Schul und Seminarflächen.

In Anlehnung an die im Gebiet zum Teil erhaltenen alten Mauern und Fabrikationshallen der ehemaligen Fuchsschen Wagonfabrik wurde ein Farbkonzept entwickelt, das das neue Areal an den Quartiersrändern in roten Farbtönen gehalten arrondiert. Im Inneren des Eichendorff-Forums sind einzelne Reihen in anderen Farbfolgen gestaltet, um eine Differenzierung zwischen den einzelnen Reihen zu erlangen und insgesamt das Thema Farbe als ein Identifikationspunkt zu bemühen.